Diät & Essen

Stiftung Warentest lobt Butterersatz

Direkt aus dem Kühlschrank geholt und schon aufs Brot gestrichen: Was die Substanz angeht, sind Streichfette der Butter deutlich überlegen. Auch in Sachen Gesundheit übertrumpfen die Ersatzprodukte das Original, schreibt Stiftung Warentest in einem aktuellen Bericht.

Demnach besitzen Streichfette zwar den feinen Buttergeschmack, haben aber durch das zugesetzte Rapsöl eine günstigere Fettzusammensetzung:

  • Butter besteht vor allem aus kurz- und mittelkettigen Fettsäuren, die für die Gesundheit weder besonders schädlich noch besonders zuträglich sind.
  • Rapsöl hingegen enthält mehrfach ungesättigte Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die sich positiv aufs Herz auswirken.

Die gesunden ungesättigten Fettsäuren sind es auch, die für die Streichfähigkeit sorgen. Im Gegensatz zu den gesättigten Fettsäuren werden sie nicht hart, wenn sie abkühlen.

Zum Teil große Mengen Palmfett untergejubelt

Wer wissen will, welche Fette genau in seinem Butterersatz stecken, sollte jedoch die kleingedruckte Zutatenliste studieren. Zwar werben alle Produkte groß mit Butter und Rapsöl. In fünf von 24 Produkten steckte jedoch laut Stiftung Warentest auch Palmfett, zwei hatten Kokosfett zugesetzt. Beide Stoffe besitzen für pflanzliche Fette einen großen Anteil an gesättigten Fettsäuren.

Die Produkte von Rama und Botterram enthielten sogar 39 beziehungsweise 38 Gramm Palmfett pro 100 Gramm – mehr, als Rapsöl und Milchfett zusammen. Zusätzlich fanden die Tester in beiden Produkten sogenannte 3-MCPD-Ester, die in sehr hohen Dosen möglicherweise krebserregend wirken.

Grund zur Sorge ist das wahrscheinlich nicht: Aktuell existieren keine Grenzwerte für die Stoffe, es werden allerdings Höchstwerte diskutiert. Diese schöpften die beiden Produkte nur zu 80 Prozent aus. Abgesehen davon fanden die Tester in keinem der Streichfette nennenswerte Schadstoffe, weder Weichmacher noch Bestandteile wie Mineralöle.

Testsieger: „aromatische Sahnenote, frischer Geruch“

Was den Geschmack angeht, kamen die Prüfer beim Testsieger, dem Streichfett von Weihenstephan, regelrecht ins Schwärmen. „Die Prüfer notierten eine aromatische Sahnenote, einen frischen, leicht milchsäuerlichen Geruch und Geschmack“, heißt es in dem Testbericht.

Erfunden wurden die Streichfette übrigens 2006 von Arla Food. Das Original schnitt auf dem zweiten Platz ab, auch hier kamen die Tester zum Ergebnis: „Schmilzt im Mund wie Butter.“ Daneben erhielten auch günstige Produkte von Aldi Süd und Rewe die Gesamtnote „gut“.

Streichfette eignen sich nicht nur für die Brotzeit, sondern auch zum Kochen und Backen. Beim Braten hingegen könne es spritzen, warnen die Warentester.

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