Fitness

Morgengymnastik: Vier Übungen

Morgens muss es meist schnell gehen, für ein großes Sportprogramm hat fast niemand Zeit. Für ein wenig Frühgymnastik aber schon! "Das ist ein schöner Einstieg in den Tag. Mit einfachen Übungen lässt sich die Beweglichkeit der Gelenke beeinflussen und damit eine gewisse Morgensteifigkeit beseitigen", erklärt Professor Herbert Löllgen, Sportmediziner aus Remscheid. Selbst wer täglich nur zehn Minuten investiere, habe mehr Energie für den Alltag.

Trainingsziel Wohlfühlen

Übertriebener sportlicher Ehrgeiz ist dafür nicht notwendig. Das Ziel sollte vielmehr lockere Beweglichkeit sein, sodass man sich während und nach der Trainingseinheit wohlfühlt. "Auf jeden Fall ist es falsch, zu viel Spannung auf die Muskulatur auszuüben", sagt Mediziner Löllgen. Das könne zu kleinen Verletzungen führen.

Deshalb zum Beispiel nicht mit aller Gewalt versuchen, sich nach vorne zu beugen, um mit den Fingerspitzen den Boden zu berühren. Empfehlenswert: behutsam ausgeführte, aber dynamische Übungen, die möglichst viele Gelenke sanft in Schwung bringen – und den Kreislauf mit dazu.

Vier einfache Übungen für den Morgen


1. Sich rekeln 

Starten Sie gleich an der Bettkante. Die Arme heben, abwechselnd nach oben strecken – so weit, dass Sie in der jeweiligen Seite eine Dehnung spüren! Etwa 2 Sekunden halten, 10 Wiederholungen.

2. Beine pendeln 

Damit lässt sich die Zeit nutzen, während der Kaffee durchläuft. Wer morgens noch etwas wackelig auf den Beinen ist, nimmt einen Stuhl oder die Arbeitsplatte zu Hilfe. Links festhalten, die rechte Hand auf der Hüfte abstützen. Nun schwingen Sie das rechte gestreckte Bein nach vorn und hinten. Etwa 8 Mal wieder­holen, dann die Seite wechseln, 2 Durchgänge.

3. Füße wippen 

Gute Übung während des Zähneputzens. Aufrecht hinstellen, gegebenenfalls festhalten. Dann auf die Fußballen stellen – der Körper geht nach oben, die Waden sind angespannt, das Gewicht ruht auf den Ballen. Kurz halten und langsam wieder absenken. 10 Mal. Wer mag, kann die Übung auch erweitern. Dazu nach dem Abrollen das Gewicht auf die Fersen ­­verlagern und die Zehen anziehen, bis sie keinen Bodenkontakt mehr haben.

4. Schultern kreisen 

Geht auch unter der Dusche: Abwechselnd die rechte und die linke Schulter nach vorn und hinten kreisen. Auf jeder Seite jeweils 8 Mal wiederholen. Wer Gymnastik unter Wasser komisch findet: Diese Übung funktioniert überall im Stehen. Etwa beim Zeitung­lesen am Küchentresen.

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