Gesundheit

Ärztin kommt für Not-OP vorzeitig aus dem Urlaub – und rettet ihrem Patienten das Leben

Ärzte müssen mitunter besonderen Belastungen standhalten, sei es psychisch oder körperlich. Um die Gesundheit ihrer Patienten zu gewährleisten, sind oft außergewöhnliche Leistungen erforderlich. Im Berliner Helios-Klinikum zeigte eine Ärztin besonderes Engagement: Dr. Yu-Mi Ryang brach vorzeitig ihren Urlaub ab, um eine Not-OP durchzuführen.

Bei dem Notfall handelte es sich um Christian Opitz, einen Hirntumor-Patienten in der Klinik. Opitz‘ Lage hatte sich drastisch verschlechtert. Eigentlich sollte er erst zu einem späteren Zeitpunkt auf den OP-Tisch, dann aber musste alles ganz schnell gehen: „Leider ging es ihm dann plötzlich so schlecht, dass er sofort operiert werden musste“, berichtet Yu-Mi Ryang. 

„Ich war zu dem Zeitpunkt gerade an der Ostsee im Urlaub. Nachdem ich informiert wurde, dass sich Christians Zustand plötzlich massiv verschlechtert hat, habe ich den Urlaub abgebrochen und bin sofort zurück nach Berlin gefahren und habe ihn dann mit meinem leitenden Oberarzt zusammen operiert.“

Zehn Zentimeter großer Tumor im Kopf

Der 29 Jahre alte Opitz bekam Ende vergangenen Jahres die Diagnose Hirntumor. An Symptomen wie Migräne und Übelkeit litt er zwar schon Jahre davor, doch erst im November 2018 wies er sich selbst in die Notaufnahme ein: „Meine Neurologin hat mir gesagt, dass da etwas von Innen gegen die Arterie drückt und dass wir sofort weitere Maßnahmen ergreifen müssen.“ Den zehn Zentimeter großen Tumor wollte Opitz zunächst nicht operativ entfernen lassen – zu groß war die Angst vor bleibenden Schäden. Letztlich aber blieb ihm keine andere Wahl.

In der Notaufnahme brach der Berliner zusammen und musste wiederbelebt werden, Atmung und Herzschlag hatten ausgesetzt. Der Tumor wurde anschließend erfolgreich entfernt – dank des Einsatzes von Yu-Mi Ryang und ihrem Team. „Da hat uns Christian einen ganz schönen Schrecken eingejagt“, sagte die Chefärztin der Neurologie. 

Mühsam kämpfte sich Christian Opitz nach der Operation zurück ins Leben. Manche Dinge wie das Schlucken musste er komplett neu lernen. „Ich wusste einfach nicht mehr, wie das funktioniert.“ Nun möchte er das Leben mit seiner einjährigen Tochter genießen und in der Hauptstadt eine Galerie für Nachwuchskünstler eröffnen. „Ich habe diesen Tumor überlebt. Also ist für mich alles, was jetzt kommt, auf jeden Fall einen Versuch wert.“

Quellen: Helios Klinikum / „Berliner Kurier“

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