Gesundheit

Apotheken bekommen 284 Euro für jeden Vollnotdienst

Apotheken erhalten für jeden im zweiten Quartal 2019 geleisteten Vollnotdienst eine Pauschale von 284,34 Euro. Das hat der Geschäftsführende Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes auf seiner Sitzung am gestrigen Dienstag beschlossen.

Im zweiten Quartal 2019 haben 19.185 Apotheken insgesamt 100.532 Vollnotdienste geleistet. Nun hat der Geschäftsführende Vorstand des Deutschen Apothekerverbandes die Notdienstpauschale für diesen Zeitraum festgesetzt: 284,34 Euro erhalten die Apotheken pro geleistetem Notdienst. Das ist weniger als im ersten Quartal dieses Jahres, in welchem die Pauschale 291,88 Euro betrug. Laut Nacht- und Notdienstfonds (NNF) liegt dies daran, dass die Packungsabgabemengen der für die Notdienstpauschale relevanten Arzneimittel im Vergleich zum Vorquartal – erwartungsgemäß – um 1,58 Prozent gesunken sind und es einen Notdiensttag mehr gab. Die aktuelle Pauschale fällt aber höher aus als im Vergleichsquartal des Vorjahres (279,53 Euro).

Ab dem kommenden Jahr werden die Zuschüsse für die Nachtdienste nochmals höher ausfallen. Der derzeit dem Bundesrat vorliegende Verordnungsentwurf zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und der Arzneimittelpreisverordnung sieht eine Erhöhung des Zuschlags für den NNF von derzeit 16 auf dann 21 Cent je abgegebenem verschreibungspflichtigen Arzneimittel vor. Laut Verordnungsgeber soll die Pauschale dann auf rund 350 Euro steigen. An diesem Plan haben die Länder nichts auszusetzen  – auch wenn das Bundesratsplenum bei seiner Sitzung am 20. September möglicherweise noch Änderungswünsche zum Verordnungsentwurf anmeldet. Diese betreffen allerdings nicht die Notdienstpauschale.

Mehr zum Thema

Apothekenreform

BMG: Dreimonatsfrist für höheres Apothekenhonorar

Apothekenreform

Länder wollen Honorarerhöhung für Großhändler prüfen lassen

Apotheken-Stärkungsgesetz

ABDA fordert weitere Korrekturen an der Apothekenreform

Quelle: Den ganzen Artikel lesen