Gesundheit

Arzt wollte nicht mehr gegen Corona impfen – Uni Leipzig entzieht ihm Lehrauftrag

Über manche Entwicklungen bezüglich der Corona-Impfung lässt sich nur der Kopf schütteln. Dass die kleine Spritze gut vor einer Ansteckung und sehr gut vor einem schweren Verlauf der tückischen Krankheit schützt, dürfte jedem längst klar sein – alle Forschungsergebnisse und alle aktuellen Zahlen belegen das. Und doch waren nun selbst einem Mediziner die eigenen Ansichten wichtiger als tatsächliche wissenschaftliche Fakten: Der Arzt aus Leipzig weigerte sich, in seiner Praxis Patient:innen gegen das Coronavirus zu impfen.

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Er kündigte diesen fragwürdigen Schritt auf seiner Website an und begründete ihn damit, dass die Menschen, die zu ihm kämen, die Impfung angeblich nicht aus freien Stücken wollten, sondern wegen "Druck der Gesellschaft, Druck durch Arbeitgeber und allgemeine Einschränkungen im öffentlichem Leben". Das sei für ihn keine Freiwilligkeit, so der Arzt. Und die sehe er als Voraussetzung für eine Impfung.

Impfen sei für ihn „Körperverletzung“

Sein Fazit: Gegen den angeblichen Unwillen der Patient:innen zu impfen, sei falsch. "Dies entspricht […] einer Körperverletzung, zu der ich nicht berechtigt und willens bin." Dabei muss klar sein: Wieviele Menschen wirklich zu ihm kamen, obwohl sie eigentlich nicht von der Impfung überzeugt waren, lässt sich nicht nachweisen. Das bleibt eine reine Behauptung des Arztes. Und, selbst wenn jemand sich nur wegen gesellschaftlichen "Drucks" für eine Impfung entscheidet – kein seriöser Mediziner würde dies als eine falsche Entscheidung betrachten.

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Deshalb gab es auch direkt Kritik von der sächsischen Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung. Sie stellten klar: "Alle öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen, wie die Impfung gegen Corona, werden stets nur nach ärztlicher Aufklärung und individueller Einwilligung des Geimpften durchgeführt." Körperverletzung sei das definitiv nicht.

Uni kündigt Zusammenarbeit auf

Und noch eine weitere Konsequenz gab es für den Leipziger Arzt: Bisher hatte er mit der Universität Leipzig zusammengearbeitet und Medizinstudenten ausgebildet. Diese Aufgabe ist er nun los: Da "die wissenschaftlichen und ethischen Grundwerte und das Verständnis des Bildungsauftrages jedoch im eindeutigen Widerspruch zur Ansicht des Arztes" stünden, kündigte die Uni die Zusammenarbeit auf. Ein vorheriges Gespräch zur Klärung sei leider ergebnislos verlaufen.

Quelle:  "Focus"

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