Gesundheit

Neuer Rekord: Frühchen kommt 132 Tage zu früh auf die Welt – und überlebt entgegen aller Wahrscheinlichkeit

Eigentlich hätte sich der kleine Curtis Means noch Zeit lassen sollen. Doch der Junge aus dem US-Bundesstaat Alabama kam zusammen mit seiner Zwillingsschwester schon am 5. Juli 2020 auf die Welt – in der 21. Schwangerschaftswoche, ganze 132 Tage zu früh. Ein Schock für die Eltern und die Mediziner:innen: Dem Baby wurden kaum Überlebenschancen eingeräumt. In Zahlen bedeutete das: weniger als ein Prozent.

Seine Zwillingsschwester starb schon kurz nach der Geburt. Auch bei Curtis schien das Ende nur eine Frage der Zeit zu sein. "In der Regel raten wir bei solchen extremen Frühgeburten zu einer mitfühlenden Betreuung. So können die Eltern ihr Baby im Arm halten und die wenige Zeit genießen", sagt der behandelnde Arzt Brian Sims von der University of Alabama. Doch Curtis entpuppte sich als Kämpfernatur – und stellte sogar einen Weltrekord auf: Als das frühgeborenste überlebende Kind hat er nun einen eigenen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.

Frühchen wog bei der Geburt nur 420 Gramm

Mittlerweile ist Curtis 16 Monate alt und erfreut sich entgegen aller anfänglichen Voraussagen guter Gesundheit, teilte die Universitätsklinik mit. Im April, 275 Tage nach der Geburt, konnte das Baby erstmals aus dem Krankenhaus entlassen werden. "Es gab Tage, an denen wir nicht sicher waren, ob er überlebt", sagt eine Krankenschwester, die Curtis betreute. "Er war das jüngste Baby, mit dem alle von uns jemals gearbeitet hatten. Aber wir haben alles dafür getan, dass er nach Hause konnte." Angesichts der Umstände grenzte das schon an ein Wunder: Bei der Geburt hatte Curtis lediglich 420 Gramm gewogen. Mit der Unterstützung von Therapeut:innen lernte er, zu essen und selbstständig zu atmen.

"Wir wissen nicht, was die Zukunft für Curtis bringen wird, denn es gibt niemanden wie ihn", sagte Arzt Brian Sims. "Er hat am Tag seiner Geburt begonnen, seine eigene Geschichte zu schreiben. Diese Geschichte wird von vielen gelesen und studiert werden und hoffentlich dazu beitragen, die Versorgung von Frühgeborenen auf der ganzen Welt zu verbessern."

Quelle: University of Alabama of Birmingham

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