Gesundheit

Niedersachsen: Anerkennung für die Apotheken aus dem Ministerium

Erwartungsgemäß war die Pandemie das zentrale Thema bei der Kammerversammlung der Apothekerkammer Niedersachsen. Als Vertreterin des Landesgesundheitsministeriums würdigte Abteilungsleiterin Claudia Schröder den Einsatz der Apotheken und betonte die gute Zusammenarbeit mit Kammer und Verband. Impfungen erwartet sie schon bald mehr bei den Ärzten als in Impfzentren.

In politischer Hinsicht stand das Grußwort aus dem Landesgesundheitsministerium im Mittelpunkt der Online-Kammerversammlung der Apothekerkammer Niedersachsen am gestriigen Mittwoch. Claudia Schröder, Abteilungsleiterin für Gesundheit und Prävention im Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium und stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Corona-Krisenstabes, bekräftigte, dass die Apotheker und Apothekerinnen für die Gesundheitsversorgung unverzichtbar seien. „Dafür steht das Ministerium und das Land Niedersachsen“, erklärte Schröder. Sie dankte der Apothekerkammer und dem Landesapothekerverband für den konstruktiven Dialog und kündigte an: „Den werden wir gemeinsam fortsetzen.“

Schröder betonte, dass die Pandemie gemeinsam bewältigt werden müsse. Die Apotheker hätten in Niedersachsen einen hervorragenden Ruf, sie seien für viele Menschen die erste Anlaufstelle. Schröder würdigte die Arbeit der Apotheken, insbesondere bei der Desinfektionsmittelherstellung, bei der Maskenausgabe, beim Testen und bei der Lieferung des Impfstoffes an die Hausärzte. Die Instabilität der Impfstofflieferungen sei jedoch eine enorme Herausforderung. Sie habe gerade erfahren, dass die Ankündigungen der Hersteller für den Mai noch immer nicht bestätigt seien. Für den Herbst erwarte sie, dass das Impfen in die Regelversorgung aufgenommen werde und die Impfzentren aufgegeben werden könnten. 

Mehr Impfstoff für die niedergelassenen Ärzte

In der Diskussion räumte Schröder ein, dass die Hausarztpraxen schneller als die Impfzentren impfen können. Darum habe Niedersachsen schon früh auf Impfungen durch die niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen gedrängt. Andere Länder würden dagegen eher die Impfzentren hochfahren wollen. Niedersachsen sei wie andere Länder an die Vereinbarungen mit Bund über die „Grundlast“ der Impfungen in den Impfzentren gebunden. Doch der größere Teil der Impfdosen solle demnächst an die niedergelassenen Ärzte gehen. Zudem räumte Schröder ein, dass die Impfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca wegen der langen Aufklärungsgespräche mehr Zeit erfordere. Berend Groeneveld, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Niedersachsen, würdigte die „gigantische Leistung“ der Ärzte in der vorherigen Woche. Doch bei den Anfang Mai zu erwartenden Dosen kämen auch die Hausärzte an ihre Grenzen. Daher bräuchten wir auch die Fachärzte, folgerte Groeneveld. Kammervizepräsident Christopher Jürgens ergänzte, dass auch in den Apotheken zu den Impfungen aufgeklärt werde. Auch die Ärzte hätten Beratungsbedarf.

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