Gesundheit

Österreich beschließt Knallhart-Kurs: Lockdown für Ungeimpfte ab morgen!

Die Gesundheitsämter in Deutschland melden dem RKI am Sonntag 33.498 Neuinfektionen. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz erreicht mit 289,0 den siebten Höchstwert in Folge. Alle aktuellen News zur Corona-Pandemie finden Sie hier im News-Ticker von FOCUS Online.

News zu Corona vom 14. November

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Ab Montag: Lockdown für Ungeimpfte in Österreich, zwei Millionen sind betroffen

12.44 Uhr: Im Kampf gegen die vierte Welle der Corona-Pandemie gilt in Österreich von diesem Montag an ein Lockdown für Ungeimpfte. Die weitreichenden Ausgangsbeschränkungen sind zunächst auf zehn Tage befristet. Betroffen sind etwa zwei Millionen Menschen.

Wer keine Impfung hat, darf das Haus oder Wohnung künftig nur noch aus dringenden Gründen verlassen – etwa für Einkäufe des täglichen Bedarfs, für den Weg zur Arbeit oder den Besuch beim Arzt.

Die Einhaltung der Vorschrift soll mit Stichproben überprüft werden. Ziel ist, die Impfbereitschaft zu erhöhen und die sozialen Kontakte deutlich zu verringern. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner ist in Österreich inzwischen auf rund 815 gestiegen.

"Wir setzen den Schritt nicht leichten Herzens", sagt Bundeskanzler Alexander Schallenberg. Die Zahlen sprächen aber eine eindeutige Sprache. Unter den Ungeimpften betrage die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner mehr als 1700.

Es gelte nun mit aller Kraft, die "beschämend niedrige" Impfquote endlich zu erhöhen. "Mit dieser Impfquote werden wir im Teufelskreis steckenbleiben." Die Maßnahme werde sehr konsequent kontrolliert, Verstöße würden entsprechend bestraft.

Virologe Keppler: "Hohe Inzidenzen schlagen in ein bis drei Wochen auf Intensivstationen durch"

12.33 Uhr: Die sehr angespannte Lage in Bayerns Krankenhäusern wird sich aller Voraussicht nach in den nächsten Wochen weiter verschlechtern. "Die Lage spitzt sich zu", sagt der Münchner Virologe Oliver Keppler im Bayerischen Rundfunk. "Es muss uns allen klar sein: Die hohen Inzidenzen, die wir die letzten ein bis zwei Wochen sehen, die schlagen auch erst in ein bis drei Wochen wirklich auf unsere Intensivstationen durch."

Der Leiter der Virologie an der Münnchner Ludwig-Maximilians-Universität warnte: "Wir kommen in einen Überlastungsmodus hinein, der monatelang gehen kann, wenn wir nichts dagegen machen."

Die Wirkung der Corona-Impfungen lässt nach Kepplers Worten schneller nach, als von Medizinern erhofft beziehungsweise erwartet, es gebe schwerwiegende Impfdurchbrüche.

"Die Daten (…) zeigen, dass nach vier Monaten nach der zweiten Impfung gerade bei älteren Menschen die Immunität wieder abnimmmt", sagte der Wissenschaftler. "Die Kombination aus schwer erkrankten ungeimpften Menschen und geimpften Menschen, die bereitet diese große Welle, die wir so in dieser Vehemenz vielleicht nicht haben kommen sehen."

Viele Corona-Tote in Bayern waren vollständig geimpft

11.43 Uhr: Unter der rasch steigenden Zahl von Corona-Toten in Bayern ist ein vergleichsweise hoher Anteil vollständig Geimpfter. Nach Daten des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittel (LGL) lag die Quote in den vier Wochen vom 4. bis 31. Oktober bei knapp 30 Prozent.

108 der insgesamt gezählten 372 Todesopfer hatten beide Impfungen erhalten, wie die Erlanger Behörde mitteilte. In der ersten Novemberwoche war der Anteil mit gut 26 Prozent etwas niedriger – 23 der 88 Corona-Toten waren da vollständig geimpft.

In den vergangenen Wochen hatten auch die Krankenhäuser über eine gestiegene Zahl vollständig geimpfter Intensivpatienten berichtet. Das LGL betonte indes, dass die Zahlen mit Vorsicht interpretiert werden müssten: Als Corona-Todesopfer zählt, wer mit dem Virus infiziert war.

Das bedeutet aber nicht, dass Corona auch unbedingt die Todesursache ist. Die Mehrzahl der Corona-Toten sind 80 und älter, dementsprechend litten viele auch an anderen Krankheiten. Einer Auswertung der Todesfälle nach Vorerkrankungen ist jedoch laut LGL nicht möglich.

Das LGL wies auch darauf hin, dass insbesondere die Älteren schon früh im Jahr geimpft worden seien. Damit steige das Risiko einer abnehmenden Immunität. Das mache Auffrischungsimpfungen besonders wichtig.

Ganz aktuelle Zahlen zum Anteil der vollständig Geimpften unter den Corona-Toten in der zweiten Novemberwoche gab es am Sonntag noch nicht. Klar ist jedoch, dass die Zahl der Toten in Bayern ebenso schnell steigt wie die Zahl der Infektionen. Laut Corona-Portal der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität wurden in den vergangenen sieben Tagen 309 Todesfälle im Freistaat gemeldet, was im Vergleich zu Mitte Oktober mehr als eine Verdoppelung bedeutet.

Divi-Präsident fordert "kräftige" Corona-Prämie für Pflegekräfte

11.34 Uhr: Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, hat eine "kräftige Corona-Prämie" für Pflegekräfte im Intensivbereich gefordert, um ihnen die Belastungen durch die vierte Corona-Welle erträglich zu machen.

"Es braucht eine Art Corona-Prämie für die vierte Welle, und zwar eine kräftige, von der die Intensivpflege-Beschäftigten auch wirklich etwas haben", sagte Marx der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Sonntag).

"Wir wünschen uns, dass für die Monate mit hoher Belastung der Bruttolohn netto ausgezahlt wird. Auch Nacht- und Wochenendarbeit sollte steuerfrei gestellt werden", schlug Marx vor. "Das würde sofort bei den Leuten ankommen und ihnen zeigen, dass ihre Arbeit gewürdigt und belohnt wird." Damit ändere man noch nichts an den Strukturen – daran müsse auch dringend gearbeitet werden. Aber so eine Prämie würde einen Motivationsschub geben.

Es brauche "jetzt und gleich ein wirklich akutes und starkes Signal der Wertschätzung", denn schon vor Corona hätten Tausende Pflegekräfte gefehlt, und nach 22 Monaten Pandemie seien die Leute einfach erschöpft. Viele Beschäftigte im Intensivbereich könnten schlicht nicht mehr, manche hätten inzwischen kapituliert und ganz aufgehört, sehr viel mehr hätten ihre Arbeitszeit verkürzt. Unter dem Strich seien deswegen 4000 Intensivbetten weniger belegbar, sagte Marx.

Habeck fordert Freiheitsbeschränkungen für Ungeimpfte

07.47 Uhr: Wegen der zugespitzten Corona-Lage fordern Politiker nun die Anwendung der 3G-Regel im Zugverkehr. Reisende müssten dann geimpft, genesen oder getestet sein. "Ja, auch das Bahnfahren muss sicherer werden. Aus meiner Sicht sollte hier 3G hier gelten, darüber werden wir reden müssen", sagte Grünen-Chef Robert Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag).

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich dafür aus. "3G sollte auch in Zügen gelten. In dieser Corona­-Situation ist es unverantwortlich, dass Menschen ungeimpft und ­ungetestet in vollen Zügen im Fernverkehr stundenlang eng neben anderen Passagieren sitzen", sagte Lauterbach der "Bild am Sonntag".

Habeck hält zudem Freiheitsbeschränkungen für Ungeimpfte für möglich. "Kontaktbeschränkungen sind schmerzliche Einschnitte, das wissen wir alle noch zu gut. Aber angesichts der dramatischen Lage können sie für Ungemipfte regional nötig werden. Entsprechendes sollte in das Infektionsschutzgesetz aufgenommen werden." Auch halte er Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen für sinnvoll.

Nötig seien strikte 2G-Regeln für Geimpfte und Genesene durch die Länder, betonte Habeck. Auch müsse die Einhaltung konsequent kontrolliert werden. "Die Erhöhung der Sicherheit auf 2G plus, also das Testen von Geimpften, ist der logisch nächste Schritt, sobald die Testzentren wieder flächendeckend aufmachen", fügte der Grünen-Chef hinzu. Dringend geboten seien auch 3G-Maßnahmen am Arbeitsplatz und wieder eine stärkere Nutzung von Homeoffice.

"Die Lage in Deutschland hat eine äußerste Dramatik", machte Habeck deutlich. "Wenn die vierte Welle nicht schnell gebrochen wird, droht das Krankenhaussystem im Dezember zusammenzubrechen", warnte er.

Bundes-Inzidenz jetzt bei 289, RKI meldet 33.498 neue Corona-Infektionen

Sonntag 14. November, 7.11 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter an. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Sonntagmorgen unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilt, erhöht sich der Wert auf 289,0 und erreicht damit den siebten Tag in Folge einen neuen Höchststand. Am Samstag hatte die Inzidenz bei 277,4 gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an. Am Montag hatte der Wert die Schwelle von 200 überschritten. Seitdem wurden täglich neue Höchstwerte registriert. 

Den jüngsten Angaben des RKI zufolge wurden binnen 24 Stunden 33.498 Coronavirus-Neuinfektionen sowie 55 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 5.021.469, die Gesamtzahl der verzeichneten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion auf 97.672.

Andrang in MeckPomm: Gratis Schweinebraten zur Impfung

21.14 Uhr: Ein Corona-Impfevent mit einem "Tag der offenen Tür" bei Rettungskräften hat sich im Kreis Mecklenburgische Seenplatte als Besuchermagnet erwiesen. Innerhalb von vier Stunden haben sich 201 Menschen impfen lassen, sagte der Impfkoordinator.

Als ein Lockmittel erwies sich dabei der Probebetrieb der neuen Feldküchen für die Betreuungszüge des Seenplatte-Kreises und des Kreises Vorpommern-Rügen. Die Mitarbeiter kochten Schweinebraten, den mehrere Hundert Besucher kostenlos genießen durften.

Beim Impfen bildeten sich zeitweise längere Warteschlangen, sagte der Koordinator. Unter den Impfwilligen waren 48 Frauen und Männer, die ihre Erstimpfung bekamen, und 130, die sich ihre dritte Immunisierung spritzen ließen.

Saarlands Innenminister Bouillon an Covid-19 erkrankt – trotz Booster-Impfung

20.34 Uhr: Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Ministeriumssprecherin bestätigte am Samstagabend eine entsprechende Meldung des Saarländischen Rundfunks. Foto: Der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU).

Der 73-Jährige sei doppelt geimpft und bereits geboostert – das heißt, er hat auch eine Auffrischungsimpfung erhalten. Bouillon habe Erkältungssymptome und befinde sich in häuslicher Quarantäne, berichtet der Saarländische Rundfunk. Wo sich der Minister infiziert habe, sei unklar.

Intensivmediziner warnt: "Uns rennt die Zeit davon"

20.28 Uhr: Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich wegen der Corona-Pandemie aus Sicht des Mediziners Christian Karagiannidis zunehmend zu. "Die eingeschränkte Betriebsfähigkeit der Intensivstationen und der Personalmangel haben ein All-Time-High erreicht.

Die Mitarbeiter:innen rackern gerade weg, was sie können, aber sie sind zunehmend am Limit", schrieb Karagiannidis, Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), am Samstagabend auf Twitter. In der RBB-"Abendschau" warnte der Mediziner: "Uns rennt im Moment wirklich die Zeit davon."

Karagiannidis rechnet in den kommenden zwei bis drei Tagen damit, dass die Schwelle von 3000 Covid-Patienten auf Intensivstationen erreicht werde.

Am Samstag meldete die DIVI 2941 Covid-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Innerhalb von zwei Wochen stieg die Zahl um rund 1000. Stärker als bei vorherigen Infektionswellen gebe es regionale Unterschiede.

"Vor allen Dingen Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen bereiten mir doch größte Sorgen", sagte der Intensivmediziner. Hinzu komme, dass die Zahl der Pflegekräfte während der Pandemie substanziell abgenommen habe.

Bericht: Länder erwägen erstmals bundesweite Verlegung von Corona-Patienten

18.38 Uhr: Aufgrund der stark steigenden Corona-Infektionszahlen spitzt sich die Lage in den Kliniken im Süden und Osten Deutschlands zu. In Bayern und Baden-Württemberg würden bereits "täglich Verlegungen zwischen Krankenhäusern zum Ausgleich und zum Erhalt der Funktionsfähigkeit durchgeführt", berichteten am Samstag die Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Auch die Lage in Sachsen und Thüringen sei alarmierend. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz erreichte den sechsten Tag in Folge einen neuen Höchststand.

Die Funke-Zeitungen zitierten aus einem vertraulichen Bericht der Länder. Demnach werde es auch in Hessen immer schwieriger, Patienten auf den Intensivstationen unterzubringen. Im Norden gebe es noch Kapazitäten, im Süden seien sie praktisch aufgebraucht.

Um die Kliniken in Corona-Hochinzidenzgebieten zu entlasten, ziehen die Länder dem Bericht zufolge erstmals deutschlandweite Verlegungen von Patienten in Betracht: So sei in Baden-Württemberg bereits erwogen worden, Patienten über 700 Kilometer nach Schleswig-Holstein zu verlegen.

In Bayern seien Patienten zum Teil rund 400 Kilometer weit aus dem südöstlichen Landesteil nach Würzburg im Norden verlegt worden.

Intensivmediziner-Präsident Gernot Marx bestätigte eine "echte Notsituation" vieler Kliniken. "Wegen der Erfahrungen der vorangegangenen Wellen gehen wir fest davon aus, dass schon bald Patienten wieder aus Corona-Hotspots in Kliniken außerhalb verlegt werden müssen", sagte der Chef der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) der "Neuen Osnabrücker Zeitung". 

Entwurf: Ab Montag dürfen Ungeimpfte in Österreich ihr Haus nur noch in Ausnahmefällen verlassen

17.10 Uhr: Österreich will den geplanten Lockdown für Ungeimpfte nach derzeitigen Plänen bereits am Sonntag um Mitternacht in Kraft setzen. Er soll vorerst bis 24. November gelten, geht aus einem Entwurf der Verordnung vor, die die Nachrichtenagentur APA am Samstag einsehen konnte. Die Maßnahmen seien nötig zur "Verhinderung eines Zusammenbruchs der medizinischen Versorgung."

Die Regierung wollte mit den Bundesländern am Sonntag über die Pläne beraten. Es zeichnete sich im Vorfeld bereits eine breite Zustimmung ab. Ein Ausschuss des Nationalrats sollte am Sonntagabend über die Verordnung entscheiden. Dies gilt als Formsache.

Nach dem Entwurf dürfen Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, ihre Wohnungen im ganzen Land nur noch in Ausnahmefällen verlassen. Dazi gehören notwendige Besorgungen, den Weg zur Arbeit, Ausgänge zur körperlichen und psychischen Erholung und zur "Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse". Für Kinder unter zwölf Jahren soll das nicht gelten.

Großer Andrang bei Impfzentren – teilweise weder genug Impfstoff noch Personal

16.32 Uhr: Dem rasanten Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen folgt mancherorts in Deutschland ein großer Andrang bei den Impfangeboten. Etwa in Bayern mussten Impfwillige am Samstag aufgrund der hohen Nachfrage mit langen Wartezeiten rechnen. In Augsburg appellierte die Stadt bereits am Samstagvormittag an die Bürgerinnen und Bürger, das Impfzentrum ohne Termin nicht mehr aufzusuchen. Die Kapazitäten seien ausgeschöpft. Nach Angaben einer Sprecherin war dort nicht nur der Impfstoff knapp, auch personell stieß das Impfzentrum an Grenzen. Auch in München hatten Impfzentrum und Impfstationen mit dem großen Andrang zu kämpfen. Das Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt appellierte deswegen an die Bürger, Impftermine zu vereinbaren. Thomas Banneyer/dpa Menschen stehen Schlange an einem Impfzentrum

Der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen verzeichnete am Freitag laut "Münchner Merkur" erste Engpässe beim Biontech-Impfstoff. Manche Wartenden mussten nach zwei Stunden ohne Impfung wieder gehen. Im Berchtesgadener Land wurden die Kapazitäten dagegen bereits ausgebaut, wie das Landratsamt mitteilte. Hier können nun pro Tag 600 Impfungen durchgeführt werden.

Wegen der hohen Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen war auch an den Thüringer Impfstellen am Samstag viel los. Landesweit konnten sich die Menschen am Samstag bis 13.30 Uhr ohne vorherige Terminvereinbarungen in den regionalen Impfstellen gegen Covid-19 spritzen lassen. Etwa in Gera warteten aber auch später noch zahlreiche Menschen vor der Impfstelle. Bei der Impfstation der Stadt Magdeburg in Sachsen-Anhalt sah es am Samstag ähnlich aus. Seit einer Woche werde dem Impfpunkt "die Bude eingerannt", sagte der Impfkoordinator Dennis Brandt. "Heute und gestern sind neue Rekordzahlen." Thüringen und Bayern weisen nach Sachsen unter den Bundesländern die höchsten Sieben-Tages-Inzidenzen auf.

Kubicki fordert Notfallreserven für Krankenhäuser – und glaubt weiter an Freedom Day

Der FDP-Vizevorsitzende Wolfgang Kubicki fordert, dass die Notfallsreserve von 10.000 Betten in den deutschen Krankenhäusern angesichts der fortgeschrittenen Überlastung in einigen Kliniken aktiviert werden sollen. "Wir können nicht zusehen, dass der Staat die Kapazitäten reduziert, um anschließend zu erklären, dass die Bevölkerung wegen der Belastung der Krankenhäuser zu Hause bleiben oder Unternehmer ihre Geschäfte schließen müssen," sagte Kubicki dem "Spiegel".

Kay Nietfeld/dpa/Archivbild Wolfgang Kubicki (FDP) bei einem Termin.  

Trotzdem ist er der Meinung, dass das gesamte Gesundheitssystem noch stabil ist – nur einigen Kliniken drohe eine Überlastung. Den Vorwurf, dass der zukünftige Ampel-Plan das Signal setze, die Pandemie sei nicht mehr so schlimm, halte er für "eine böswillige Unterstellung." "Niemand von uns stellt infrage, dass die Lage angespannt ist." Druck für Ungeimpfte sei aber keine Lösung – stattdessen müsse man besser informieren und Kreise erkennen, bei denen die Impfquote niedrig sei. "Wenn auch von Geimpften ein Infektionsrisiko ausgeht, dürfen Sie Ungeimpfte nicht schlechter stellen, sagt Kubicki.

An einen Freedom Day nach dem Winter glaubt Kubicki weiterhin: "Wenn alle Maßnahmen aufgehoben sind, wird es wahrscheinlich im Frühjahr nächsten Jahres auch dazu kommen."

Ältere Corona-News finden Sie auf den nächsten Seiten. 

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