Gesundheit

Viele Großstädte darunter: Die 30 größten Corona-Hotspots in der Omikron-Welle

Die Omikron-Welle ist in Deutschland angekommen. Im Vergleich zu anderen Ländern ist der Anstieg aber noch relativ milde. Der Immunologe Carsten Watzl erklärt, woran das liegt und weshalb er optimistisch ist.

Verglichen mit den schon hohen Omikron-Mauern benachbarter Länder baut sich die Infektionswelle in Deutschland später auf. Die Variante breitet sich in Deutschland dennoch rasant aus und lässt die Infektionszahlen in die Höhe schnellen. Erneut hat das Robert-Koch-Institut (RKI) nun einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Am Dienstagmorgen gibt das RKI die Inzidenz 387,9 mit an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 375,7 gelegen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 45.690 Corona-Neuinfektionen (Stand: 11.01.2022, 3.34 Uhr).

 

Besonders in den Großstädten Berlin und Bremen sind die Inzidenzen erschreckend hoch, Lübeck knackte zum Dienstag jedoch auch die 1000er-Marke. FOCUS Online gibt einen Überblick, welche 30 Kreise Deutschlands neue Corona-Hotspots sind.

Omikron-Welle in Deutschland: Das sind die 30 größten Corona-Hotspots

Immunologe sagt, weshalb die Omikron-Welle in Deutschland später startete

Bei der vergleichsweise späten Omikron-Welle spielen die größte Rolle wahrscheinlich die Schutzmaßnahmen, wie der Immunologe Carsten Watzl der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Delta-Welle sei gerade gebrochen, die ihretwegen verschärften Maßnahmen aber noch gültig und weiter wirksam gewesen, als Omikron im November gekommen sei.

Generell spiele die Reaktion der Menschen eine sehr große Rolle, erklärte Christine Falk von der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Bevölkerung hierzulande habe ihr Verhalten offensichtlich rasch an Omikron angepasst und sich vorsichtiger verhalten – und damit zum bisherigen Ausbleiben der Wand beigetragen. "Das Handeln jedes Einzelnen fließt in die Gesamtlage ein", betonte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI).

"Haben Omikron besser unter Kontrolle als andere"

Falk hofft, dass die Menschen weiter mit großer Vorsicht agieren und sich die Wand zumindest zur Welle reduzieren lässt. "Wir haben Omikron besser unter Kontrolle als andere, es ist machbar, dass uns die Zahlen nicht so sehr entgleiten wie anderen Ländern." Im öffentlichen Raum eine FFP2-Maske zu tragen, sei eine der wirksamen Maßnahmen dafür. dpa Berlin: Zahlreiche Menschen mit Mund-Nasen-Schutz sind auf der Einkaufsmeile Tauentzienstraße unterwegs.

"Wir werden Inzidenzen von deutlich über 1000 bekommen – im Bundesdurchschnitt, regional auch deutlich darüber", ist Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, überzeugt. "Im Februar könnte der Höchststand erreicht sein." Das ist noch viel zu weit weg vom Frühling, als dass der saisonale Rückgang einen mildernden Effekt bringen könnte. 

Watzl mahnt: Sollten den Vorsprung für mehr Impfungen nutzen

"Der einzige Vorteil der verzögerten Omikron-Welle bei uns ist, dass wir mehr Zeit für die Impfungen haben", erklärte Watzl. Denn auch wenn die Impfquote für die Ausbreitung nicht entscheidend ist – für die Belastung der Kliniken ist sie das. "Wenn Omikron auch bei uns zu 70 Prozent weniger Krankenhauseinweisungen im Vergleich zu Delta führen würde, hätten wir bei einer Inzidenz von 1500 wieder die gleiche Belastung wie bei der vierten Welle."

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