Persönliche Gesundheit

Coronavirus: Was wir über die Corona

Noch nie haben Forscherinnen und Forscher so schnell Impfstoffe entwickelt wie jetzt in der Coronakrise: Mehrere Unternehmen haben bereits über optimistische Zwischenergebnisse aus ihren Phase-III-Studien berichtet. Staaten sichern sich Millionen Impfstoffdosen und bereiten sich auf die logistische Herausforderung vor, möglichst viele Menschen möglichst schnell zu impfen.

Was kann man von den neuen Impfstoffen erwarten, wie lange schützen sie, und kann es noch zu Nebenwirkungen kommen, die bislang noch nicht berichtet wurden? Hier sind Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Welche Impfstoffvarianten werden gegen Corona eingesetzt?

Aktuell sind 48 Covid-19-Impfstoffe in der klinischen Entwicklung. Die häufigsten vier Impfstoff-Gruppen sind: Lebendimpfstoffe, Vektorimpfstoffe, RNA-Impfstoffe, und Totimpfstoffe. Allen Impfstoffen ist gemein: Sie machen das menschliche Immunsystem mit entscheidenden Teilen des Krankheitserregers bekannt, sodass es eine gezielte Abwehr entwickeln kann. Bei der tatsächlichen Begegnung mit dem Erreger wird dieser dann in der Regel so effektiv bekämpft, dass die Erkrankung bei Geimpften gar nicht erst ausbricht oder sie zumindest einen milderen Verlauf nimmt.

Lebendimpfstoffe sind wahrscheinlich die, an die die meisten Menschen denken, wenn es um Impfungen geht: Sie enthalten den jeweiligen Erreger in einer abgeschwächten Form. Diese sind noch in der Lage, sich im Körper zu vermehren, sie machen aber nicht mehr krank. Die Impfstoffe gegen Masern, Mumps und Röteln sind beispielsweise Lebendimpfstoffe. Studien zu Lebendimpfstoffen befinden sich derzeit in der vorklinischen Phase.

Totimpfstoffe enthalten im Gegensatz dazu keine Erreger, die sich vermehren können, sondern abgetötete Viren oder Bruchstücke von diesen. Diese Impfungen enthalten meist Wirkverstärker, damit das Immunsystem auf die Impfung reagiert. Bekannte Totimpfstoffe sind die gegen Meningokokken, Hepatitis und Keuchhusten. Das US-Unternehmen Novavax testet einen Totimpfstoff gegen Sars-CoV-2 in einer Phase-III-Studie, weitere Kandidaten sind in der Entwicklung.

Vektorimpfstoffe basieren auf Viren, die für Menschen harmlos sind. In diese Impfviren werden Erbgutstücke von dem Erreger eingebaut, gegen den man impfen will. Der Ebolaimpfstoff gehört zu dieser Gruppe. Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) entwickelt mit dem Unternehmen IDT Biologika einen Vektorimpfstoff gegen Sars-CoV-2. Das verwendete Impfvirus wurde schon vor Jahrzehnten als Pockenimpfstoff entwickelt und eingesetzt. AstraZeneca stellte bereits Zwischenergebnisse aus seiner Studie mit einem Vektorimpfstoff vor.

RNA-Impfstoffe enthalten keine Erreger, sondern lediglich sogenannte Messenger-RNA (kurz mRNA). Dieses Molekül sorgt in Körperzellen dafür, dass die Zellen selbst ein Virusprotein produzieren, sodass das menschliche Immunsystem dagegen Antikörper produzieren kann. Die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie von Moderna sind solche Impfstoffe. Auch das deutsche Unternehmen Curevac testet einen RNA-Impfstoff. Bislang ist kein Impfstoff dieses Typs zugelassen, die Technologie ist vergleichsweise neu.

Wie gut können die Impfstoffe schützen?

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