Persönliche Gesundheit

Premierminister Johnson beruft Krisensitzung wegen mutierter Corona-Variante ein

Positiver Covid-19-Test bei Passagier aus Großbritannien in Hannover 

Nach einem Zwangsaufenthalt auf dem Flughafen Hannover für 62 Passagiere aus Großbritannien hat sich ein Fluggast als Covid-19-positiv herausgestellt. Das berichten die "Welt" und die "BILD"-Zeitung. Weitere Labortests sollten nun klären, ob der Passagier sich mit der neuen, besonders ansteckenden Variante des Coronavirus infiziert habe, teilte die Region Hannover am Montag mit. Der betroffene Fluggast und die Begleitpersonen würden nun in einem Quarantäne-Transport zu ihrem Zielort gebracht. 

Neue Virus-Variante in Großbritannien


Wie gefährlich ist die Mutation? Wird die Impfung greifen? Was Sie jetzt wissen sollten

Rund 50 Passagiere aus Großbritannien übernachten auf Flughafen 

Rund 50 Passagiere aus Großbritannien mussten nach Angaben der Bundespolizei die Nacht zum Montag im Transitbereich des Münchner Flughafens verbringen. Grund dafür waren die seit diesem Montag geltenden Landeverbote für aus Großbritannien kommende Flugzeuge wegen einer besonders ansteckenden Variante des Coronavirus, die dort aufgetreten ist.

Interpol warnt vor weltweiter Verbrechenswelle wegen Corona-Impfstoffen

Die Internationale Polizei-Organisation Interpol erwartet zum Start der Corona-Impfungen eine weltweite Verbrechenswelle. "Mit dem Ausrollen der Impfstoffe wird die Kriminalität dramatisch steigen", sagte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock am Montag der "Wirtschaftswoche". Er nannte Diebstähle, Lagereinbrüche und Überfälle auf Impfstoff-Transporte. "Korruption wird vielerorts grassieren, um schneller an den wertvollen Stoff zu kommen."

Verbrecherische Gruppen hätten ab der ersten Minute überlegt, wie sie mit Covid-19 Kasse machen können, sagte Stock, der seit 2014 Generalsekretär der Organisation mit 194 Mitgliedsstaaten ist. "Ein solches Phänomen habe ich in meiner langen Polizeilaufbahn noch nicht gesehen", fügte er hinzu. "Ein Virus breitet sich von Asien über alle Kontinente aus – und ihm folgt eine Kriminalitätswelle, sozusagen eine Parallel-Pandemie des Verbrechens."

Johnson beruft wegen neuer Corona-Variante Krisensitzung ein 

Nach der Entdeckung einer neuen Coronavirus-Variante in Südostengland hat Großbritanniens Premierminister Boris Johnson eine Krisensitzung seines Kabinetts einberufen. Bei dem Treffen werde es um die "Situation bezüglich des internationalen Verkehrs", insbesondere des Frachtverkehrs, gehen, sagte ein Regierungssprecher am Montag in London. Deutschland und weitere EU-Staaten haben den Flugverkehr mit Großbritannien wegen der neuen Virus-Variante eingestellt.

77 Flugpassagiere aus Großbritannien warten am BER auf Klärung 

Wegen der neuen Beschränkungen für Reisende aus Großbritannien warten am Berliner Hauptstadtflughafen in Schönefeld 77 Passagiere auf eine Klärung durch einen Corona-Test. Dabei handelt es sich überwiegend um polnische Staatsbürger, wie eine Sprecherin der Bundespolizeidirektion Berlin am Montagmorgen sagte. Betroffen waren demnach am Sonntag vier Flüge aus Großbritannien.

Rund 120 Passagiere aus Großbritannien übernachten auf Flughafen

Rund 120 Passagiere aus Großbritannien mussten die Nacht zum Montag im Transitbereich des Frankfurter Flughafens verbringen. Grund dafür waren die seit diesem Montag geltenden Landeverbote für aus Großbritannien kommenden Flugzeuge wegen einer besonders ansteckenden Variante des Coronavirus, die in Großbritannien aufgetreten ist. Die Einreise für Passagiere aus Großbritannien wurde bereits am Sonntagabend gestoppt. Betroffen waren nach Angaben des Flughafens insgesamt fünf Flüge.

Drosten: Neue Corona-Variante vermutlich auch in Deutschland 

Der Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die in Großbritannien zirkulierende neue Variante des Coronavirus Deutschland bereits erreicht hat. "Ich denke, dass das schon in Deutschland ist", sagte Drosten am Montagmorgen im Deutschlandfunk. Dieses Virus ist ja jetzt gar nicht so neu. Davon darf man sich jetzt wirklich nicht irgendwie aus der Ruhe bringen lassen."

Das Virus komme seit Ende September in England vor und sei im Oktober noch überhaupt nicht im Fokus gewesen. "Wir wissen jetzt: Es ist schon in Italien, in Holland, in Belgien, in Dänemark – sogar in Australien. Warum sollte es nicht in Deutschland sein?"

Grenzen dicht: Britische Verbände warnen vor Versorgungsengpässen 

Angesichts geschlossener Grenzen und unterbrochenener Fährverbindungen warnen britische Verbände vor Versorgungsengpässen. Das ist eine Hauptversorgungsroute für frische Produkte in dieser Jahreszeit", sagte der Lebensmittelexperte des Handelsverbandes BRC, Andrew Opie einer Mitteilung zufolge.

Nur wenige Fuhrunternehmen würden die Gefahr eingehen, ihre Fahrer nach Großbritannien zu schicken – ohne eine Garantie, dass diese auf den Kontinent zurückkehren können. Der Chef des Transportverbands RHA, Richard Burnett, sagte am Montag dem Sender BBC Radio 4, der Transport von frischen und verderblichen Waren sei nun die größte Herausforderung.

RKI meldet 16.643 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochen-Niveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus bleibt auf hohem Niveau, auch wenn die deutschen Gesundheitsämter dem Robert-Koch-Institut zum Wochenstart wieder vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet haben. Innerhalb eines Tages wurden 16.643 neue Fälle übermittelt, wie das RKI am Morgen bekanntgab. Am vergangenen Montag hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 16.362 etwas darunter gelegen. Allerdings sind die Zahlen zu Wochenbeginn meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Die deutschen Gesundheitsämter meldeten zudem 226 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor genau einer Woche hatte dieser Wert bei 188 gelegen. Der bisherige Höchstwert von 952 Toten war am Mittwoch erreicht worden. In der Tendenz war die Zahl der täglichen Todesfälle zuletzt nach oben gegangen, was nach dem steilen Anstieg bei den Neuinfektionen auch erwartet wurde. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 26.275. 

Kinderpsychiater Michael Schulte-Markwort


Corona und die Kleinsten: "Kinder sind viel flexibler als Erwachsene. Sie wollen aber wissen, was gilt"

Corona-Variante: Experten warnen vor Panik

Auf die Wirksamkeit der Impfung wird sich die derzeit in Großbritannien zirkulierende neue Virusvariante vermutlich zunächst nicht nachteilig auswirken. "Ich sehe da derzeit keinen Grund für Alarm", sagt Richard Neher vom Biozentrum der Universität Basel. Auch Andreas Bergthaler von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (CeMM) in Wien, hält die derzeitige Entwicklung nicht für "wahnsinnig alarmierend". Dass Mutationen auftauchen, sei nicht ungewöhnlich, derzeit wisse man nicht, ob die beobachteten Veränderungen die Eigenschaften des Erregers überhaupt entscheidend beeinflussen.

Impfstrategie: Diakonie rückt pflegende Angehörige in den Fokus

Die Diakonie Deutschland fordert, auch pflegenden Angehörigen Vorrang bei den Impfungen gegen das Coronavirus zu geben. 70 Prozent der zu pflegenden Menschen würden von Angehörigen zu Hause versorgt, sagte Diakonie-Präsident Ulrich Lilie der "Augsburger Allgemeinen". Diese Gruppe müsse nun "ganz schnell in den Fokus der Debatte" um die Abfolge der Impfungen rücken. Die pflegenden Angehörigen bildeten ein "riesengroßes" Netzwerk, das jeden Tag "für die Versorgung der größten Gruppe der Pflegebedürftigen unbemerkt vom Rampenlicht Sorge trägt", betonte der Präsident des Wohlfahrtsverbands der evangelischen Kirchen. 

IfW-Chef kritisiert Corona-Teststrategie in Deutschland

Der Chef des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, hat die Teststrategie in der Corona-Pandemie kritisiert. "Was mich persönlich sehr irritiert, ist, dass beim Bekämpfen der Pandemie nicht auf Faktenbasis operiert wird", sagte Felbermayr der Deutschen Presse-Agentur. Es sei immer noch unklar, wo sich Menschen wirklich infizierten. "Und darum sind wir jetzt wieder in einem sehr pauschalen Lockdown – ganz ähnlich wie in der ersten Welle." Das sei nur im Frühjahr verständlich gewesen, weil es 100 Jahre lang keine Pandemie gegeben habe. 

Corona-Nachrichten von Sonntag, 20. Dezember

EU-Ratspräsidentschaft beruft Treffen wegen Virus-Mutation ein

Wegen der neuen Variante des Coronavirus beruft die deutsche EU-Ratspräsidentschaft für heute ein Notfalltreffen mit Vertretern anderer Mitgliedstaaten ein. Berlin rufe im Rahmen des Krisenreaktionsmechanismus der Staatengemeinschaft (IPCR) nationale Experten zusammen, wie ein Sprecher der deutschen Ratspräsidentschaft am Sonntag mitteilte. Auf der Tagesordnung stehe die Koordination der Europäischen Union in Bezug auf die neue Virusvariante.

Neue Corona-Variante: Deutschland stoppt weitgehend Flüge aus Großbritannien

Wegen der in Großbritannien entdeckten neuen Variante des Coronavirus werden Flüge von dort nach Deutschland weitgehend gestoppt. Landungen aus Großbritannien sind ab Mitternacht untersagt, wie aus einer Verfügung des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht. Ausgenommen sind demnach reine Frachtflüge, Flüge mit medizinischem Personal oder wenn Maschinen nur mit Crews an Bord nach Deutschland zurückkehren wollen. Zunächst berichtete die "Bild"-Zeitung über entsprechende Pläne.

Zum Schutz der Bevölkerung in Deutschland und "zur Limitierung des Eintrages und der schnellen Verbreitung der neuen Virusvarianten" sei ein sofortiges, befristetes Verbot für Flüge aus dem Vereinigten Königreich und Nordirland in die Bundesrepublik geboten, heißt es. Das Verbot gilt zunächst bis 31. Dezember. Die Bundesregierung hatte angekündigt, dass sie auch für den Reiseverkehr zwischen Deutschland und Südafrika Einschränkungen beabsichtigt.

Wieder Corona-Fälle beim VfL Wolfsburg: Arnold und Roussillon positiv

Wenige Stunden vor dem Anpfiff der Partie gegen den VfB Stuttgart hat der VfL Wolfsburg zwei weitere positive Corona-Fälle öffentlich gemacht. Wie der Fußball-Bundesligist am Sonntagnachmittag mitteilte, wurden Maximilian Arnold und Jerome Roussillon positiv auf das Coronavirus getestet und befinden sich seit Samstagmittag in häuslicher Quarantäne. In Maximilian Philipp, Xaver Schlager und Tim Siersleben wurden drei weitere Spieler als unmittelbare Kontaktpersonen eingestuft und befinden sich daher vorsorglich ebenfalls in Quarantäne. Das Quintett steht den Wolfsburgern damit in der Partie an diesem Sonntag gegen Stuttgart nicht zur Verfügung.

„Bild“: Bundesregierung will europäischen Reiseverkehr mit Großbritannien stoppen 

Die Bundesregierung will nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung wegen einer neuen Coronavirus-Variante den Reiseverkehr von Großbritannien in andere europäische Länder abriegeln. Ab Mitternacht bis zum 6. Januar solle zunächst der Flugverkehr aus Großbritannien untersagt werden, berichtete die Zeitung am Sonntag. Noch offen sei, wie mit dem Verkehr durch den Eurotunnel und dem Seeverkehr verfahren werden solle. Dem Bericht zufolge will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) noch am Sonntagnachmittag mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron telefonieren. Merkel trete für eine konzertierte Aktion der EU ein, so der Bericht – Deutschland hat derzeit die EU-Ratspräsidentschaft. Die Niederlande verhängten bereits ein Landeverbot für Passagiermaschinen aus Großbritannien, Belgien und Italien wollen dem Beispiel folgen.

Harter Lockdown in London


Neue Corona-Variante in Südostengland: Britische Regierung beschließt drastische Maßnahmen

Gesundheitszustand von Macron nach Corona-Infektion weiter stabil

Der Gesundheitszustand des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron ist weiter stabil. Nach Angaben aus Elysée-Kreisen vom Sonntag sei sein Gesundheitszustand im Vergleich zum Vortag gleichbleibend. Der 42-Jährige war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er leidet unter Husten, Müdigkeit und Muskelschmerzen, wie das Präsidialamt am Samstag mitteilte. In einem am Freitag via Twitter verbreiteten Video hatte der Staatschef mitgeteilt, dass es ihm dennoch gut gehe, er aber etwas langsamer arbeite. Macron wurde am Donnerstag positiv auf das Coronavirus getestet und hat sich in der Präsidentenresidenz La Laterne am Rande des Schlossparks von Versailles isoliert.

Italien will Großbritannien-Flüge aussetzen 

Die italienische Regierung will die Flugverbindungen mit Großbritannien wegen der Corona-Lage in England aussetzen. "Das Vereinigte Königreich hat wegen einer neuen Form von Covid Alarm geschlagen, die das Ergebnis einer Virus-Mutation sein könnte", schrieb der italienische Außenminister, Luigi Di Maio, am Sonntag auf Facebook. Als Regierung müsse man die Italiener schützen, und deshalb sei man dabei, eine Anordnung zu unterzeichnen, um Flüge mit Großbritannien auszusetzen, teilte er weiter mit. Die Regierung im Vereinigten Königreich sei zuvor benachrichtigt worden.

Belgien kappt Verkehrsverbindungen nach Großbritannien wegen Corona-Mutation

Angesichts der neuen Variante des Coronavirus in Großbritannien kappt Belgien seine Verkehrsverbindungen zum Vereinigten Königreich. Flüge und Zugverbindungen aus Großbritannien würden ab Mitternacht gestoppt, kündigte ein Regierungsvertreter in Brüssel am Sonntag an. Regierungschef Alexander De Croo sagte im Fernsehsender VRT, die Aussetzung der Flug- und Zugverbindungen werde für mindestens 24 Stunden gelten. In den Niederlanden dürfen bereits keine Flugzeuge mehr aus Großbritannien landen. In Deutschland wird ein ähnlicher Schritt erwogen. Die neue Coronavirus-Variante ist nach ersten Erkenntnissen "bis zu 70 Prozent ansteckender" als die bisher verbreitete Form, wie der britische Premierminister Boris Johnson am Samstag mitgeteilt hatte. Nach der Entdeckung der Mutation, die für einen starken Anstieg von Infektionszahlen in Teilen Englands verantwortlich gemacht wird, verhängte die britische Regierung in London und Südostengland eine Ausgangssperre.

Quelle: Den ganzen Artikel lesen