Persönliche Gesundheit

Zeitumstellung auf Sommerzeit: Fünf Tipps gegen den Mini

An diesem Sonntag ist Zahltag: In der Nacht vom 26. auf den 27. März müssen wir die eine Stunde zurückgeben, die uns bei der Zeitumstellung im Oktober geschenkt wurde. Die Uhren werden von zwei auf drei Uhr vorgestellt. Das Wochenende ist dadurch eine Stunde kürzer – für viele ein Ärgernis.

Die meisten Deutschen lehnen die Zeitumstellung ab, wie eine aktuelle Umfrage der DAK mit etwa tausend Menschen zeigt. Fast drei Viertel halten demnach den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit für überflüssig, allerdings glaubt nur ein Viertel, dass die Zeitumstellung tatsächlich in absehbarer Zeit abgeschafft wird.

  • Mehr als jeder Vierte (27 Prozent) berichtet von gesundheitlichen Problemen durch die Zeitumstellung.

  • Die meisten fühlten sich müde und schlapp (80 Prozent)

  • und/oder litten an Einschlafproblemen und Schlafstörungen (65 Prozent).

  • Mehr als ein Drittel konnte sich nach eigenen Angaben schlechter konzentrieren,

  • 33 Prozent fühlten sich gereizt.


Die Zeitumstellung macht gerade Menschen mittleren Alters zu schaffen. Erwachsene unter 30 Jahren gaben dagegen mehrheitlich an, keine Probleme mit der Zeitumstellung zu haben. Wirklich um seine Gesundheit fürchten muss allerdings niemand. Einzelne Studien berichten zwar von einem etwas höheren Herzinfarktrisiko in den Tagen nach der Zeitumstellung, die Ergebnisse sind aber umstritten.

Für Menschen mit Schlafstörungen ist ein regelmäßiger Schlafrhythmus allerdings extrem wichtig. Betroffene sollten deshalb möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und wieder aufstehen. Die Zeitumstellung macht diese Bemühungen kurzfristig unmöglich.

Gerade für Nachteulen – also Menschen, die spät ins Bett gehen und morgens länger schlafen – ist die Umstellung auf die Sommerzeit eine Belastung. Laut einer Studie bleibt ihre innere Uhr dauerhaft in der Winterzeit hängen. Sie kehren dann erst wieder bei der Zeitumstellung im Oktober in ihre Normalzeit zurück.










Diese fünf Tipps helfen Ihnen, den Mini-Jetlag zu überwinden

Geduld: »Der Körper lebt nach seiner eigenen Uhr – und die stellt sich eben nicht von einem Tag auf den anderen um«, sagt die Ärztin Susanne Bleich. Wer Beschwerden habe, dürfe nicht gleich verzweifeln. Die meisten Menschen gewöhnen sich innerhalb weniger Tage an die neue Zeit. Bei älteren Menschen, Kindern oder Menschen mit Schlafstörungen kann sich der Prozess aber auch bis zu einer Woche lang hinziehen.

Früher ins Bett gehen: Wer es gewohnt ist, immer zur selben Zeit einzuschlafen, sollte schon in den Tagen vor der Zeitumstellung schrittweise früher ins Bett gehen. Gerade Kindern kann das helfen. Wer Probleme hat, früher einzuschlafen, sollte von ausgedehnten Mittagsschläfchen absehen.

Auf Handy, Tablet und Fernseher verzichten: Studien legen nahe, dass blaues Licht von Bildschirmen dazu führt, dass der Melatoninspiegel sinkt. Das Hormon sorgt dafür, dass wir bei Dunkelheit müde werden. Ein noch größerer Faktor ist laut Schlafforschern jedoch die erhöhte geistig-emotionale Aktivität beim Fernsehen oder beim Surfen im Internet, die zu Anspannung vor dem Schlafengehen führt. Wer Probleme beim Einschlafen hat, sollte also Smartphone und Tablet weglegen und den Fernseher ausschalten.

Bewegung: Die Nacht von Samstag auf Sonntag ist auf jeden Fall eine Stunde kürzer. Wer deshalb müde ist, sollte sich möglichst viel draußen aufhalten. »Entspannung und frische Luft können helfen, um mit der Umstellung besser klarzukommen«, sagt Ärztin Bleich. Wer auch am Montag noch müde ist, sollte sich überlegen, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren statt mit dem Auto – oder vor der Arbeit im Homeoffice eine kleine Runde spazieren zu gehen. Denn: Körperliche Aktivität regt Kreislauf und Stoffwechsel an und vertreibt so die Müdigkeit.

Optimistisch bleiben: Für Sportlerinnen und Sportler und Menschen, die gern im Freien aktiv sind, ist die Sommerzeit eine gute Nachricht. Sie bekommen eine Stunde mehr Tageslicht geschenkt. In der Früh bleibt es dafür eine Stunde länger dunkel. Allerdings verschiebt sich der Sonnenaufgang in den Sommermonaten ohnehin nach vorn.

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